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Archive: News

Highlights der EUROBIKE 2024

Gerne stellen wir hierbei unsere persönlichen Highlights auf der EUROBIKE 2024 vor:

BIKE+BUSINESS AWARD
Am Hessenstand wurden die Fahrrad-Messe am 3. Juli mit der Verleihung des bike+business Awards 2024 feierlich eröffnet. In diesem Jahr wurden zwei hessische Unternehmen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die betriebliche Radmobilität starkgemacht haben. Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori überreichte persönlich den Award an die beiden Preisträger, die DZ Bank AG und die Volksbank Kassel Göttingen eG, und lobte ihr herausragendes Engagement.

AGNH Netzwerktreffen
Am 4. Juli trafen sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen hessischen Kommunen am Hessenstand, um sich beim AGNH Netzwerktreffen über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich Nahmobilität auszutauschen. Begleitet von inspirierenden Vorträgen und einem informativen Rundgang durch die Messe war das Event ein voller Erfolg mit lebendiger Atmosphäre und toller Vernetzung.

 

PINK THURSDAY
Am Abend des zweiten Messetags trafen sich Führungskräfte der Fahrrad- und Ecomobility-Branche beim einzigartigen Networking-Abend „PINK THURSDAY“. Bei einer besonderen Atmosphäre mit kulinarischen Köstlichkeiten und feiner Musikbegleitung führten Gastgeber und Gastgeberinnen an verschiedenen Thementischen durch die Veranstaltung und sorgten beim Pink-Carpet-Event für einen gelungenen Austausch.

Gemeinsam mit Niklas Rehder von DB InfraGo begrüßte Anne Rückschloß, Geschäftsführerin der ivm, ihre Gäste als Host an einem Thementisch und regte eine spannende Diskussion über digitale Fahrrad-Tools wie dem Radroutenplaner Hessen an.

Women in Cycle
Am Women in Cycling Frühstück am 5. Juli 2024 versammelten sich Frauen aus dem Fahrradsektor auf dem Messegelände, um die Rolle von Frauen zu stärken und neue Perspektiven für die Zukunft zu erkunden. Das Event bot eine wertvolle Plattform für globales und regionales Networking sowie spannende Einblicke in aktuelle Branchenthemen. Ein besonderer Schwerpunkt lagt auf dem gemeinsamen Rundgang über die Eurobike, der deutlich machte, wie wichtig strukturelle Veränderungen für die Gleichberechtigung von Frauen im Fahrradsektor sind und die starke Gemeinschaft der Netzwerke „Women in Cycling“ und „Women in Mobility“ veranschaulichte.

Datenmanagement im Radtourismus
Im Rahmen des Standprogramms auf dem Hessenstand stand zeitgleich am 5. Juli das Thema Datenmanagement im Radtourismus im Fokus. Der Radroutenplaner Hessen wurde aus der Perspektive des Freizeitradverkehrs vorgestellt und die zugrundeliegenden Datenflüsse für die umfassende Routenplanung erläutert. Dabei lag das Augenmerk auf der Herkunft der Daten des Radroutenplaners Hessen, um deren Aufbereitung und die anschließende Nachnutzung zu verdeutlichen. Ein weiterer Programmpunkt thematisierte den Radroutenplaner Deutschland, der als nationaler Routenplaner auch die Daten des Radroutenplaners Hessen für das Routing auf hessischen Streckenabschnitten nutzt.

Prämierung Stadt- und Schulradeln Frankfurt
Das STADTRADELN in Frankfurt am Main verzeichnete in diesem Jahr neue Rekordergebnisse. Insgesamt nahmen 6916 Menschen in 322 Teams teil und legten dabei 1.211.598 Kilometer zurück, wodurch sie 201 Tonnen CO2 einsparten.

Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert ehrte die Teams und Einzelradelnden für ihre herausragenden Leistungen. Tina Zapf-Rodríguez, designierte Dezernentin für Klima, Umwelt und Frauen der Stadt Frankfurt, Ann-Kathrin Beichel vom Verein Klima-Bündnis, Joachim Hochstein vom Radfahrbüro Stadt Frankfurt, Anke Bruß vom ADFC Frankfurt sowie Sandra Frank vom Betrieblichen Gesundheitsmanagement der Stadt Frankfurt würdigten unterdessen die besonderen Leistungen in diversen weiteren Kategorien.

Zudem wurden die Frankfurter Schulen von Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm, in der Rubrik „meiste Teilnehmende zur Gesamtschülerzahl“ ausgezeichnet. Mit rund 344.000 geradelten Kilometern und einem Anteil von etwa 28 % zum Stadtradeln setzten Frankfurts Schülerinnen und Schüler dabei ein klares Zeichen für mehr Klimaschutz.

Auftaktveranstaltung „flottes Gewerbe“
Am 6. Juli 2024 startete in Frankfurt am Main die zweite Runde des Programms „flottes Gewerbe“, das die gewerbliche Nutzung von Lastenrädern fördert. Acht ansässige Betriebe und Dienstleister haben nun in einer fünfwöchigen Phase erneut die Möglichkeit, diese umweltfreundlichen Transportmittel intensiv zu testen. Beim Aktionstag auf der EUROBIKE konnten ebenfalls interessierte Unternehmen verschiedene Lastenrad-Modelle testen und vergleichen. Expertinnen und Experten vor Ort informierten dabei über Einsatzmöglichkeiten und Anschaffungsaspekte. Auf der Pink Stage in Halle 8 fand anschließend der offizielle Auftakt, inklusive Vorstellung der Test-Pionier-Unternehmen und Übergabe der Lastenräder für das Jahr 2024 statt. Dabei wurden auch Best-Practice-Beispiele präsentiert, die erfolgreiche Strategien veranschaulichten sowie zu Diskussionen und Erfahrungsaustausch anregten.

Copyright © ivm/Marc Jacquemin

ivm-Stand
Unser ivm-Stand in Halle 8 präsentierte sich über alle Messetage als ein beliebter Publikumsmagnet, der zahlreiche Besucherinnen und Besucher anlockte. Hierbei informierten wir nicht nur über die neuesten Funktionen des Radroutenplaners Hessen, der Meldeplattform Radverkehr sowie des Schulradroutenplaners, sondern zeigten den interessierten Menschen vor Ort auf spielerische Weise, wie sie mit unseren Tools die Highlights ihrer Region auf dem Fahrrad entdecken und aktiv zur Verbesserung der Radinfrastruktur beitragen können. Zudem stellten wir unsere Programme BesserZurSchule zur Förderung eines sicheren Schulwegs sowie BesserZurArbeit zur Unterstützung des umweltfreundlichen Arbeitswegs vor.

Als besonderes Highlight mit zahlreichen positiven Rückmeldungen demonstrierten wir unser Wimmelbild. Es zeigte auf zwei anschaulichen Bildern, wie eine Stadtlandschaft durch gezielte Verbesserungen im Radverkehr aufblühen kann. Auf dem ersten Bild waren deutliche Herausforderungen im Radverkehr zu erkennen. Doch auf dem zweiten Bild wurden diese Mängel erfolgreich behoben, was dazu führte, dass die Stadt nun optimal für Radfahrende erlebbar ist. Das melden solcher Mängel funktioniert mit unserer Meldeplattform Radverkehr dabei kinderleicht sowie in ganz Hessen.

Copyright © ivm/Marc Jacquemin

Die EUROBIKE 2024 war eine herausragende Messe, die uns nicht nur die Möglichkeit bot, unsere eigenen Projekte zu präsentieren, sondern auch viele Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen. Mit großer Freude blicken wir bereits auf die kommende EUROBIKE im nächsten Jahr und darauf, weiterhin an der Zukunft der Mobilität mitzuwirken.

Rückblick auf das 13. Radforum Südhessen in Groß-Gerau

Das Radforum Südhessen findet im halbjährlichen Turnus statt und wird von Seiten der ivm gemeinsam mit wechselnden Gastgebern aus den südhessischen Gebietskörperschaften koordiniert. Über folgende Inhalte wurde beim 13. Radforum Südhessen vertieft diskutiert:

PendelLabor
Das interdisziplinäre Forschungsprojekt „PendelLabor“ hatte im Zeitraum von 2021 – 2023 zum Ziel, das Pendelverhalten zwischen Stadt und Region als Alltagspraktik zu betrachten sowie die damit verbundene Planung, Mobilitätsarten und Einflussfaktoren zu untersuchen. Anhand eines Mobilitätsexperiments im Rhein-Main-Gebiet konnten verschiedene Testpersonen in einem abgestimmten Zeitraum nachhaltige Alternativen für Ihren alltäglichen Pendelweg ausprobieren und neue Pendelroutinen entwickeln.

Alle Informationen finden Sie auf der Projekseite des PendelLabors.

Gesprächsrunde: Nahmobilitätskoordinatorinnen und -koordinatoren
Das Land Hessen unterstützt die hessischen Landkreise aus Mitteln des Klimaplans 2030 bei der Einstellung von Nahmobilitätskoordinierenden. Die Aufgabe der Nahmobilitätskoordinierenden besteht darin, die kreisangehörigen Kommunen und Kreise fachlich bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zu unterstützen. Im Rahmen einer Gesprächsrunde konnten die Nahmobilitätskoordinierenden aus den südhessischen Landkreisen sich selbst sowie ihre Tätigkeiten, kommende Projekte und Visionen den Teilnehmenden des Radforums vorstellen. Wir freuen uns, dass die Nahmobilitätskoordinierenden, die teilweise erst seit wenigen Monaten in der Position tätig sind, mit viel Engagement in die neue Aufgabe starten.

Fahrradvermietsystem meinRad auf der Mainspitze
Das Fahrradvermietsystem meinRad der MVGmeinRad GmbH ist bereits seit 2012 in Mainz etabliert und hat seitdem über 3 Millionen Fahrten mit Leihrädern verzeichnet. In den Jahren 2020 und 2022 wurde das Vermietsystem auf die Kommunen Ginsheim-Gustavsburg und Bischofsheim ausgeweitet. Seit dieser Einführung gibt es nun erste Erfahrungen mit dem Fahrradvermietsystem meinRad an der Mainspitze. Diese Erkenntnisse zeigen, dass das Angebot auch an der hessischen Mainspitze angenommen wird und der Betrieb sowie die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Kreis Groß-Gerau gut funktioniert.

Alle Informationen zum Vermietsystem finden Sie auf der Webseite der Mainzer Mobilität.

Meldeplattform Radverkehr
Die Meldeplattform Radverkehr stellt ein wichtiges Kommunikationsinstrument zwischen Kommunen und Radfahrenden dar, um zur Verbesserung der Radinfrastruktur beizutragen. Um die Meldeplattform Radverkehr auch zur Qualitätssicherung der radwegweisenden Beschilderung einzusetzen, startet die ivm gemeinsam mit dem Kreis Offenbach ein Pilotprojekt. Dabei werden individuelle QR-Codes an Beschilderungsmasten angebracht. Diese QR-Codes ermöglichen es Radfahrenden, direkt über die Meldeplattform Radverkehr Meldungen zu machen, nachdem sie den Standort und die Meldungskategorie ausgewählt haben. Da der Schilderstandort bereits mit den zuständigen Ansprechpersonen verknüpft ist, wird die Meldung noch präziser und die Nutzung für die Radfahrerinnen und Radfahrer vereinfacht.

Um Mängel an der Radinfrastruktur zu melden, besuchen Sie die Webseite der Meldeplattform Radverkehr.

Radwegeplanungen Südhessen
Hessen Mobil ist verantwortlich für die Planung und den Ausbau des außerörtlichen Radwegenetzes entlang von Bundes- und Landesstraßen. Derzeit werden zahlreiche Maßnahmen geplant und umgesetzt, um die Radinfrastruktur außerhalb der südhessischen Ortskerne zu verbessern. Um einen klaren Überblick zu behalten, wurde im Rahmen des Radforums der aktuelle Stand der Planungen vorgestellt. Es wurde deutlich, dass nicht alle Planungen dem Standard entsprechen und ein Blick über den Tellerrand hilfreich sein kann, um die beste Lösung für den Ausbau der Radinfrastruktur zu finden.

Alle Informationen finden Sie auf der Webseite von Hessen Mobil.

Wetterauer Klimaschutzkonferenz

Ein abwechslungsreiches Programm und ein „Marktplatz“ mit Infoständen regionaler Akteure bieten Gelegenheit zum Austausch über Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Eingeladen sind Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Verbänden, Organisationen, Unternehmen, Vereinen, Genossenschaften sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Die ivm freut sich, ebenfalls mit einem Stand zu unseren Mobilitätsdiensten vor Ort zu sein und Sie über die neuesten Funktionen des Radroutenplaners Hessen, der Meldeplattform Radverkehr sowie des Schulradroutenplaners zu informieren.

Die Teilnahme ist kostenfrei, den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

18. FahrRad!-Aktionstag – Frankfurt entdeckt den GrünGürtel

Startpunkt für die zahlreichen Teilnehmenden war eine der 18 Stationen entlang des 65 km langen GrünGürtel-Radrundwegs, die zwischen 10 und 17 Uhr besucht werden konnten. Jeder radelte im eigenen Tempo und gestaltete seine individuelle GrünGürtel-Radtour, wobei einige sogar die gesamte Strecke bewältigten.

An unserem Stand informierten wird die zahlreichen Besucherinnen und Besucher u. a. über die neuesten Funktionen des Radroutenplaners Hessen, der Meldeplattform Radverkehr sowie des Schulradroutenplaners. Auf spielerische Weise erfuhren sie dabei, wie sie mit dem Radroutenplaner Hessen die Highlights ihrer Region auf dem Fahrrad entdecken und über die Meldeplattform Radverkehr aktiv zur Verbesserung der Radinfrastruktur beitragen können. Als besonderes Highlight mit zahlreichen positiven Rückmeldungen demonstrierten wir hierbei unser Wimmelbild. Es zeigte auf zwei anschaulichen Bildern, wie eine Stadtlandschaft durch gezielte Verbesserungen im Radverkehr aufblühen kann. Auf dem ersten Bild waren deutliche Herausforderungen im Radverkehr zu erkennen. Doch auf dem zweiten Bild wurden diese Mängel erfolgreich behoben, was dazu führte, dass die Stadt nun optimal für Radfahrende erlebbar ist. Das melden solcher Mängel funktioniert mit unserer Meldeplattform Radverkehr dabei kinderleicht sowie in ganz Hessen.

Der Grüngürteltag war ein voller Erfolg, geprägt von der Begeisterung zahlreicher engagierter Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Es war eine besondere Freude, als Standbetreiber dabei zu sein und die lebhafte Fahrrad-Gemeinschaft erneut zu erleben. Die ivm freut sich bereits auf das nächste Jahr, um wieder aktiv mitzuwirken und gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft zu radeln.

FORUM 2030 – Kongress für Transformation, Digitalisierung und Mobilität

In Ihrer Präsentation veranschaulichte sie anhand der Projekte zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement, dem Verkehrsmanagement sowie dem Pendellabor die bedeutende Rolle zuständigkeitsübergreifender Zusammenarbeit als Schlüssel für die Gestaltung einer erfolgreichen Mobilitätswende.

Besonders inspirierend war die gemeinsame Diskussionsrunde mit den Experten auf dem Podium u. a. über die Bedeutung von guter Kommunikation. Hierbei wurde verdeutlicht, dass eine Verstetigung von nachhaltigen Transformationsprozessen nur gelingen kann, wenn Menschen nicht nur informiert, sondern vor allem auch abgeholt und für Wandel begeistert werden.

Neben dem fachlichen Austausch waren wir ebenfalls mit einem Stand zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement, dem „Besser Monitor“ sowie unseren Mobilitätsdiensten wie den Radroutenplaner Hessen und der Meldeplattform Radverkehr vertreten. Es war eine große Freude, mit den vielen engagierten Kommunen im Main-Kinzig-Kreis sowie den regionalen Unternehmen in Kontakt zu treten sowie wertvolle Netzwerke zu knüpfen.

Wir möchten uns bei allen Beteiligten herzlich für die tolle Organisation und die bereichernden Impulse bedanken. Die ivm freut sich, auch im kommenden Jahr wieder in Bad Soden-Salmünster dabei sein zu können.

Schülerinnen und Schüler im Hochtaunuskreis kommen ab jetzt „Besser zur Schule“

Viele Kinder und Jugendliche werden täglich mit dem Auto zur Schule gebracht, obwohl sie laufen, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus fahren könnten. Dies führt nicht nur zu einem Mangel an Selbstständigkeit, sondern bringt auch problematische Verkehrssituationen im Schulumfeld mit sich. Jeder Weg, der dabei nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche sicher und eigenständig unterwegs sein können. Hierfür brauche es eine adäquate Verkehrsinfrastruktur, aber auch ein gutes schulisches Angebot zur Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung, so Krebs. Dabei seien auch die die Eltern gefordert, ihre Kinder selbstständig gehen oder fahren zu lassen. „Mit dem Kreisweiten Schulmobilitätskonzept schaffen wir nun einen einheitlichen Rahmen, um unsere Aktivitäten zur Förderung einer sicheren und eigenständigen Mobilität von Kindern und Jugendlichen weiter systematisch auszubauen und langfristig zu verstetigen“.

Gemeinsam mit den Schulleitungen, den Lehrer- und Schülerschaften, Elternvertretungen, den Städten und Gemeinden sowie dem Schulträger wurden die Schulmobilitätskonzepte für die sechs Teilnehmer-Schulen erarbeitet. Bereits in den Jahren 2019/2020 hatten neun Schulen an der ersten Programmrunde im Hochtaunuskreis teilgenommen. Damit liegen insgesamt 14 Schulmobilitätskonzepte im Hochtaunuskreis vor. Zudem ist der Hochtaunuskreis der erste hessische Landkreis, der eine übergreifende Mobilitätsstrategie für Schülerinnen und Schüler entwickelt hat.

Die Ausgangssituation an den teilnehmenden Schulen ist sehr unterschiedlich, ebenso die Bedarfe für zukünftige Verbesserungen. „Die Schulmobilitätspläne umfassen rund 20 bis 30 ineinandergreifende Sets an Maßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur und Verkehrsregelung, Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung sowie Organisation und Information. Sie sind passgenau auf die jeweilige Schule und das Schulumfeld zugeschnitten“, fasst Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm, die Ergebnisse der Schulmobilitätspläne zusammen. „Die Maßnahmen basieren auf den Erkenntnissen von fachlich begleiteten Workshops, Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen an den Schulen. Vor allem stand aber die Sichtweise der Schülerinnen und Schüler Stand im Mittelpunkt – schließlich geht es um ihren (Schul-)Weg“.

Zur Besser zur Schule

Hessische Schulen, Schulträger und Kommunen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.

Das Land Hessen hat im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement“ bei der ivm eingerichtet. Das Fachzentrum bietet Bausteine zur Beratung, Qualifizierung und Umsetzung im Bereich Schulisches Mobilitätsmanagement an. Alle Angebote des Fachzentrums können unter www.besserzurschule.de abgerufen werden. Die Projektlaufzeit des Beratungs- und Qualifizierungsprogramms beträgt maximal ein Jahr.

Nachhaltig den Hessenpark besuchen

Um sich vor Ort über die Möglichkeit der An- und Abreise mit dem Fahrrad zu informieren, wurde eine große Infotafel vor dem Eingang des Hessenpark installiert. Auf der Tafel befinden sich fünf verschiedene Radstrecken, die von umliegenden Bahnhöfen zum Freilichtmuseum führen. Als Ausgangspunkte wurden hierfür die Bahnhöfe Oberursel Hohemark, Bad Homburg Gonzenheim, Friedrichsdorf, Wehrheim und Neu-Anspach gewählt. An den Bahnhöfen sollen weitere Infotafeln folgen, die Besucherinnen und Besucher bereits nach dem Aussteigen aus der Bahn über die Radstrecken informieren.

In Zeiten des Klimawandels und hoher Spritpreise werden nachhaltige Formen der Anreise im Bereich der Freizeit, wie zum Freilichtmuseum Hessenpark, immer wichtiger. Die Anreise mit der Bahn und dem Fahrrad kann hierbei eine klimafreundliche Alternative zum Auto darstellen. Da die Mitnahme von Fahrrädern in Bus und Bahnen im Gebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) ohne Aufpreis möglich ist, handelt es sich nicht nur um eine klimafreundliche, sondern auch kostengünstige Alternative.

Der Radroutenplaner Hessen eignet sich hierbei bestens, um die Radstrecke von einem der nahegelegenen Bahnhöfe zum Hessenpark zu planen. Einfach den entsprechenden Bahnhof auf der Webseite oder der App des Radroutenplaners Hessen auswählen und als Zielpunkt den Hessenpark wählen. Schon erhalten Sie eine Radroute auf ausgewiesenen und geeigneten Radwegen.

Neben der Infotafel finden Radfahrende am Hessenpark nun auch Fahrradboxen, in den Räder diebstahlgesichert abgestellt werden können. Darüber hinaus ist nun das Laden von E-Bikes und das Reparieren von kleineren Pannen an einer Reparaturstation möglich.

Planen Sie Ihre nächste Reise zum Hessenpark mit dem Radroutenplaner Hessen.

Alle Informationen zum Freilichtmuseum finden Sie auf der Webseite des Hessenparks.

Große Anerkennung für das Engagement im Schulradeln

Landessieger des Wettbewerbs Schulradelns 2023 ausgezeichnet

3,1 Millionen haben die Schulen in Hessen im Jahr 2023 beim Wettbewerb Schulradeln insgesamt „erradelt“. Zu dem hervorragenden Ereignis trugen mehr als 28.300 Radlerinnen und Radler an fast 350 Schulen in Hessen bei. Verkehrsminister Kaweh Mansoori würdigte bei der Preisübergabe das Engagement der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie der Eltern.

„Es ist ein Spitzenergebnis, was ihr gemeinsam auf dem Fahrrad erradelt habt. Mit eurem Engagement zeigt ihr, wie sehr Fahrradfahren Spaß macht. Und es ist klares Zeichen für selbstständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen“, sagte Verkehrsminister Kaweh Mansoori bei der Preisverleihung an die Schülerinnen und Schüler. „Das Fahrradfahren ist nicht nur eine gesunde Möglichkeit der Fortbewegung, sondern ist für viele Kinder und Jugendliche ein Weg zur ihrer persönlichen Eigenständigkeit. Deshalb setze ich mich dafür ein, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler ein attraktives Angebot haben, zu Fuß, mit dem Rad oder in Kombination mit Bus und Bahn selbstständig mobil zu sein.“ Durch seine Unterstützung und Wertschätzung wird deutlich, dass die Förderung der schulischen Mobilität und die Nutzung von nachhaltigen Verkehrsmitteln auf dem Schulweg einen großen Stellenwert genießt.

Der Wettbewerb Schulradeln – eine Erfolgsgeschichte

Das Schulradeln blickt seit 2015 auch auf eine langjährige Erfolgsgeschichte zurück. In 2015 haben wir gemeinsam mit dem Klima-Bündnis e.V. den Wettbewerb Schulradeln im Rahmen eines NRVP-Projektes in der Region Frankfurt RheinMain gestartet. In 2024 wird der Wettbewerb bereits zum 10. Mal hessenweit ausgetragen und hat den Weg in 8 weitere Bundesländer gefunden. Dieser Erfolg wird vor allem auch vom großen Engagement der Schulleitungen, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler und den Koordinatoren vor Ort getragen.

Ziel des Wettbewerbs Schulradeln ist es, Lernende fit für das Radfahren in Alltag und Freizeit zu machen sowie die eigenständige Mobilität von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Beim Schulradeln werden dabei die fahrradaktivsten Schulen sowie schulische Projekte und Aktionen gesucht, die Menschen für das Fahrradfahren begeistern.

Unsere Gewinnerschulen 2023

Ausgezeichnet werden Schulen in folgenden Kategorien:

  • Radelaktivste Schule
  • Radelaktivste Grundschule
  • Radelaktivste Teilnehmende
  • Größtes Team
  • Beste Fahrradaktion

Siegerin in der Disziplin „radelaktivste Schule“ wurde mit 105.358 Kilometern die Kurt-Schuhmacher-Schule in Karben. Platz zwei belegte die Albrecht-Dürer-Schule aus Weiterstadt. Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim kam auf den dritten Platz. Alle Gewinnerschulen dieser Kategorie haben in Summe fast 300.000 km in lediglich drei Wochen gesammelt.

Gleich drei Grundschulen dürfen sich über eine Prämierung in der Kategorie „größtes Schulteam“ freuen. Ihnen ist es gelungen, nicht nur die gesamte Schülerschaft zum Mitradeln zu motivieren, sondern auch ihre Eltern dazu zu bewegen, sich aufs Fahrrad zu schwingen. Die Einhardschule Michelstadt mit 187 Teilnehmenden bei 126 Schülerinnen und Schülern, die Grundschule Marbach aus Petersberg mit 112 Radelnden bei einer Schülerzahl von 97 sowie die Weiße Schule Wieseck aus Gießen mit 304 Personen bei 277 Schulkindern konnten die größten Teams prozentual zur Gesamtschülerzahl aufstellen.

In der Wettbewerbskategorie „Fahrradkilometer je Teilnehmende“ siegte die Herrmann-Ehlers-Schule aus Wiesbaden mit 553 Kilometern je Teilnehmenden. Die Rudolf-Koch-Schule Offenbach und die Bergiusschule Frankfurt liegen dahinter auf Platz 2 und 3 mit jeweils rund 300 Kilometern je Teilnehmenden. In der Sonderwertung für die Grundschulen geht der erste Platz an die Carl-Orff-Schule aus Rodgau mit 30.480 km. Dahinter folgen auf Platz zwei und drei die Burgwiesenschule Oberursel mit 28.942 km und die Wiesengrundschule Leihgestern aus Linden mit 27.712 km.

Den Hauptpreis für das kreativste Fahrradprojekt erhielt das Friedrich-Ebert-Gymnasium aus Mühlheim mit dem Projekt „You just gotta ride“ aus dem Bereich der Radverkehrsplanung. Sie verfolgten das Ziel, die Fahrradfreundlichkeit ihrer Kommune zu untersuchen, potenzielle Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren sowie das gesamte Radnetz zu kartographieren. Auf dem zweiten Platz folgte die Ricarda-Huch-Schule Gießen mit dem Projekt „Bikeschool Qualifizierung“, bei dem zahlreiche Aktionen zum Thema Radfahren verwirklicht und insbesondere die Etablierung eines verpflichtenden Fahrradunterrichts eingeführt wurden. Die Freiherr-vom-Stein-Schule Wetzlar sicherte sich mit ihrem Projekt „Schulaktionen zum Wettbewerbszeitraum Schulradeln“ den dritten Platz in der Kategorie. Sie organisierten unter anderem diverse Radtouren für ihre Schülerinnen und Schüler, sammelten Schnappschüsse zu ihren schönsten Fahrradmomenten und ließen sich ihre Räder durch das Polizeipräsidium Mittelhessen codieren.

Die Burgwiesenschule Oberursel erhielt für ihr Musikprojekt in Form eines Stomp-Musikvideos eine Sonderehrung. Hierbei wurden Fahrräder, Einräder und einzelne Reifen zu Musikinstrumenten umfunktioniert. Zum Lied von Max Raabe „Fahrrad fahr´n“ performten sie dabei ihr Projekt live auf der Bühne und sorgten mit guter Laune für viel Motivation.

Ebenfalls mit Sonderehrungen gewürdigt wurden die Stadtschulen aus Michelstadt und Erbach, die Gemeinschaftsaktionen in den beiden Städten durchführten. Mit dem Ziel, auf die Belange von Schülerinnen und Schülern im Straßenverkehr aufmerksam zu machen, wurden dabei schulformübergreifend verschiedene Ausfahrten mit dem Fahrrad angeboten. Auch die Gesamtschule Fuldatal konnte mit dem Projekt „Fahrradhelm Design“ eine der begehrten Sonderehrungen für sich gewinnen. Da das Tragen eines Fahrradhelms oft ein Streitthema für Jugendliche darstellen kann, entschied sich die Schule, kreative Designs für ihre Helme zu entwerfen, die nicht nur schützen, sondern auch toll aussehen.

Alle Gewinnerschulen sowie die gesamten Ergebnisse aus dem Wettbewerb Schulradeln finden Sie dabei unter BesserZurSchule.de.

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb Schulradeln

Der Wettbewerb wird unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität
Hessen (AGNH
) vom Hessischen Verkehrsministerium gemeinsam mit dem Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) und dem Klima-Bündnis durchgeführt. Der Wettbewerb ist eingebettet in die Aktivitäten des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement, mit der Schulen, Schulträger und Kommunen aktiv unterstützt werden, um Kindern und Jugendlichen eine selbstständige Mobilität zu ermöglichen.

Alle Informationen zum Schulradeln finden Sie unter Schulradeln.de.

Den Link zur Pressemitteilung des Hessischen Verkehrsministeriums finden Sie hier.

IVM.UM.NEUN: Zukunft Mobilität in Hessen – Eine verkehrspolitische Runde

Anmeldung und Zugangsdaten:
Sofern Sie an der Veranstaltung am 17.04.2024 teilnehmen möchten,
melden Sie sich gerne bis zum 15.04.2024 per → E-Mail bei uns.
Die Veranstaltung findet online über Webex statt. Die Einwahldaten senden wir Ihnen nach Ihrer Anmeldung zu.

Hintergrund zur Veranstaltungsreihe:
Im Rahmen unserer Arbeit und insbesondere bei zwei Förderprojekten „MOBITAT – Wohnen und Arbeiten 2050“ und „PendelLabor“ haben wir uns den Fragen gestellt, wie Pendelmobilität nachhaltig gestaltet werden kann, wie Nachhaltigkeitsaspekte in Planungs- und Entscheidungsprozessen verankert werden können und wie wir die Menschen erreichen. Die Projekte enden, das Thema der nachhaltigen Mobilität ist weiterhin aktuell.

Jeden dritten Mittwoch im Monat um 9:00 Uhr gibt es für jeweils 1 Stunde einen Impuls zur Pendelmobilität aus unterschiedlichen Blickwinkeln.
Mit dieser digitalen Veranstaltungsreihe möchten wir auch über die Förderprojekte hinaus Aspekte zum Pendelverkehr in unserer Region aufgreifen und vertiefen, in den Austausch treten und gemeinsam Ideen entwickeln.

RadReiseMesse des ADFC 2024

Auf unserem Stand haben wir die neue überarbeitete App des Radroutenplaners Hessen vorgestellt. Neben einem frischen Design bietet die Anwendung viele Neuerungen sowie bewährte Funktionen, die sowohl beim Planen der nächsten Radtour als auch beim Befahren der Route unterstützen. Pünktlich zum Beginn der Radsaison 2024 konnten wir zudem wieder eine Fülle an neuen Themenrouten präsentieren, die dazu einladen, Hessens malerische Landschaft, historische Orte oder auch kulturelle Schätze per Rad zu erkunden. Des Weiteren informierten wir die fahrradbegeisterten Besucherinnen und Besuchern über die Fortschritte unserer Meldeplattform Radverkehr sowie über die aktualisierten Netze des Schülerradroutenplaners Hessen.

Während der Messe erlebten wir einen lebhaften Austausch, geprägt von interessanten Gesprächen und einer ansteckenden Leidenschaft für das Fahrradfahren. Besonders gefreut haben wir uns über die Vielzahl an Ideen, Anregungen und dem auch positiven Feedback. Es ist uns dabei stets wichtig, einen Einblick hinter die Kulissen unserer Arbeit zu geben sowie über unsere Visionen für die Zukunft zu diskutieren.

Weitere Infos zum Radroutenplaner Hessen, zum Schulradroutenplaner sowie zur Meldeplattform Radverkehr findet man hier.