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Archiv: News

Rekordjagd auf zwei Rädern

Zwischenbilanz Schulradeln 2026 in Hessen

Mit Beginn der Sommerferien kehrt beim Schulradeln Hessen in vielen Regionen vorübergehend etwas Ruhe ein. Der Wettbewerb pausiert jedoch nur kurz, bevor nach den Ferien wieder kräftig in die Pedale getreten wird. Denn die dreiwöchigen Aktionszeiträume finden hessenweit zu unterschiedlichen Zeiten statt. Während 351 Schulen ihre Wettbewerbsphase bereits abgeschlossen haben, stehen andere noch in den Startlöchern. So beginnen die Aktionszeiträume beispielsweise im Landkreis Darmstadt-Dieburg, im Wetteraukreis, im Hochtaunuskreis sowie in der Stadt Kassel erst in den kommenden Wochen. Zudem folgt der hessenweite Aktionszeitraum vom 10. bis 30. September 2026. Viele Schulen sammeln ihre Kilometer daher noch bis Ende September.

Schon jetzt fällt die Zwischenbilanz beeindruckend aus. Zur Halbzeit des Wettbewerbs wurden bislang 2.276.226 Kilometer von über 19.000 Schülerinnen und Schülern erradelt. Damit ist der bisherige Rekord von 3,2 Millionen Kilometern in greifbarer Nähe, und die Chancen stehen gut, dass in diesem Jahr eine neue Bestmarke erreicht wird.

Beste Fahrradaktion

Weiterhin bietet das Schulradeln mit der Auszeichnung „Beste Fahrradaktion“ eine zusätzliche Möglichkeit, Engagement sichtbar zu machen. Gesucht werden kreative Projekte, die das Fahrradfahren auf dem Schulweg in den Mittelpunkt stellen. Ob sportliche Aktionen, künstlerische Ideen, musikalische Beiträge oder spannende Projekte im Unterricht – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Alle teilnehmenden Schulen sind eingeladen, ihre Ideen einzureichen und sich damit die Chance auf eine Auszeichnung bei der hessenweiten Prämierungsveranstaltung in Wiesbaden zu sichern.

So können Kommunen unterstützen

Damit sich noch mehr Schulen am Wettbewerb beteiligen, sind auch die Kommunen gefragt, etwa durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit, Informationen über eigene Kanäle oder den direkten Austausch mit den Schulen vor Ort. Kreise, Kommunen und Schulen können dabei wieder kostenfrei Werbematerial bei der ivm bestellen, um den Wettbewerb sichtbar zu machen, weitere Teilnehmende zu gewinnen und möglichst viele Kinder und Jugendliche fürs Radfahren zu begeistern.

Weitere Informationen zum Schulradeln in Hessen: www.stadtradeln.de/schulradeln-hessen

Hier können Materialien für den Wettbewerb Schulradeln bestellt werden: www.besserzurschule.de/material-bestellen

Halbjahresbilanz der Meldeplattform Radverkehr

Knapp 2.000 Meldungen

Die Meldeplattform Radverkehr ist ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur in Hessen. Von Januar bis Juni 2026 wurden knapp 2.000 Meldungen eingereicht. Die hohe Beteiligung zeigt, wie engagiert Radfahrende und Kommunen gemeinsam daran arbeiten, den Radverkehr sicherer und attraktiver zu gestalten. Besonders hervorzuheben ist der Monat Mai. Mit über 650 eingegangenen Meldungen war er der bislang stärkste Monat des Jahres. In diesem Zeitraum motivierte die Meldeaktion „Vorher Nachher: Die Meldung macht’s!“. Sie motivierte zahlreiche Bürgerinnen und Bürger dazu, Mängel und Verbesserungsvorschläge über die Meldeplattform einzureichen.

Ein besonderer Dank gilt allen Kommunen, die die eingehenden Meldungen mit großem Engagement bearbeiten und damit einen wichtigen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur leisten. Ebenso gilt der Dank allen Radfahrenden und Meldenden, die mit ihren Hinweisen dazu beitragen, Probleme frühzeitig zu erkennen und Verbesserungen anzustoßen.

Neue QR-Code Banderolen stärken die Meldeplattform Radverkehr

Auch vor Ort wird die Meldeplattform sichtbarer. Anfang des Jahres hat Hessen Mobil mit der Anbringung von QR-Code Banderolen an Beschilderungsmasten entlang der hessischen Radfernwege begonnen. Für dieses Jahr sind rund 3.000 Standorte geplant bzw. bereits ausgestattet. Über die QR-Aufkleber können Radfahrende beschädigte, zugewachsene oder fehlende Wegweiser direkt vor Ort über die Meldeplattform eingeben. Dank des QR-Codes wird der genaue Beschilderungsstandort dabei automatisch hinterlegt.

Die QR-Code Banderolen werden entlang der hessischen Radfernwege sowie an den Flussradwegen angebracht. Dazu gehören der Rheinradweg, der Mainradweg, der Werratalradweg, der R1 Fulda Radweg, der Eder Radweg und der Lahnradweg. Eine Vorreiterrolle übernimmt zudem die Stadt Fulda, die die Anbringung der QR-Code Aufkleber bereits frühzeitig und mit großem Engagement vorantreibt. Auch in Neu-Isenburg wurden pünktlich zum Start der Radsaison bereits an allen Beschilderungsstandorten QR-Code-Banderolen installiert.

Die Meldeplattform Radverkehr

Die Meldeplattform Radverkehr wird vom Land Hessen finanziert und durch die ivm betrieben sowie kontinuierlich weiterentwickelt. Inzwischen nutzen mehr als 320 Städte und Gemeinden in Hessen das System. Über die Web-Anwendung oder die App des Radroutenplaner Hessen lassen sich Meldungen in nur drei Schritten einreichen – hessenweit und ganz ohne Recherche und ohne Kenntnis der lokalen Zuständigkeiten.

Weitere Informationen zur Meldeplattform Radverkehr: www.meldeplattform-radverkehr.de

Copyright Fotos: Florstadt

Hessenweites Schulradroutennetz wird aktualisiert

Seit 2015 unterstützt das hessenweite Schulradroutennetz Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg zur weiterführenden Schule. Heute verbindet es auf mehr als 10.500 Kilometern über 655 Schulen im ganzen Land und ist ein wichtiger Baustein des schulischen Mobilitätsmanagements in Hessen. Damit das Netz auch künftig allen aktuellen Gegebenheiten entspricht, werden die Schulradrouten nun landesweit dort aktualisiert, wo sich die Infrastruktur oder die Radverkehrsführung geändert haben.

Hintergrund sind Veränderungen, die es in den vergangenen Jahren im Radverkehr gegeben hat. Insbesondere dort, wo neue Radwege gebaut, bestehende Verbindungen ausgebaut oder Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs umgesetzt wurden, wird gemeinsam mit den Kommunen vor Ort geprüft, ob sich hieraus geeignetere Streckenführungen im Schulradroutenplaner ergeben. Sofern neue Schulstandorte hinzugekommen sind, sollen diese ebenfalls an das Netz angebunden werden. 

Bei der Aktualisierung setzen das Land Hessen und die Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) auf die Expertise vor Ort. Fachleute aus Landkreisen, Städten und Kommunen bringen ihre Kenntnisse zu bestehenden Radwegen, Infrastrukturmaßnahmen und aktuellen Entwicklungen ein. Gemeinsam wird geprüft, ob sich durch bauliche Veränderungen, geänderte Verkehrsregelungen oder neue Schulstandorte Anpassungsbedarf ergibt.

Die Schulradrouten sind speziell auf die Bedürfnisse von Kindern sowie Jugendlichen zugeschnitten und wurden unter Beteiligung eines breiten Akteurskreis vor Ort abgestimmt. Sie weisen geeignete, qualitätsgesicherte und möglichst sichere Verbindungen zwischen Wohnorten und weiterführenden Schulen aus und unterstützen Familien dabei, den Schulweg gemeinsam zu planen und einzuüben. Über den Schulradroutenplaner Hessen können die Routen digital abgerufen werden.

Weitere Informationen zum Schulradroutenplaner unter: www.schulradrouten.de

Land Hessen veröffentlicht Handreichung zu Schulstraßen und aktualisierten Erlass zur Mobilitätsbildung

Neue Handreichung zur Einrichtung von Schulstraßen

Mit der am 27. April 2026 veröffentlichten Handreichung zur Einrichtung von Schulstraßen stellt das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum (HMWVW) erstmals einen landesweiten Leitfaden für die Einführung von Schulstraßen bereit.

Die Handreichung bietet Straßenverkehrsbehörden der Kommunen rechtliche und fachliche Orientierung bei der Anordnung und Umsetzung von Schulstraßen. Gleichzeitig definiert sie die Voraussetzungen, unter denen Schulstraßen eingerichtet werden können. Damit steht erstmals eine einheitliche Grundlage für die Umsetzung dieses wichtigen Instruments der Schulwegsicherheit in Hessen zur Verfügung.

Auch für die Entwicklung und Umsetzung integrierter Schulmobilitätspläne ist die Handreichung von großer Bedeutung. Maßnahmen zur Einrichtung von Schulstraßen können nun auf einer klaren fachlichen und rechtlichen Basis geplant und umgesetzt werden.

Die Handreichung finden Sie auf der Internetseite des HMWVW unter:
https://wirtschaft.hessen.de/sites/wirtschaft.hessen.de/files/2026-06/2026-04-27_handreichung_schulstrassen_hmwvw.pdf

Aktualisierter Erlass zu Mobilitätsbildung und Schulwegsicherheit

Am 1. Juni 2026 haben das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen (HMKB) sowie das Hessische Ministerium des Inneren, für Sicherheit und Heimatschutz (HMdI) den Gemeinsamen Erlass „Mobilitätsbildung, Verkehrserziehung und Schulwegsicherheit“ veröffentlicht.

Der bisherige Erlass aus dem Jahr 2010 wurde umfassend überarbeitet und an die aktuellen rechtlichen und fachlichen Entwicklungen angepasst. Neben den Aufgaben der Schulen sowie den Beiträgen der Polizei zur Mobilitätsbildung, Verkehrserziehung und Radfahrausbildung behandelt der Erlass insbesondere die Themen Schulwegsicherheit, Schulwegpläne und schulische Mobilitätspläne.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kommunen – insbesondere mit den Straßenverkehrsbehörden. Berücksichtigt werden dabei auch die Änderungen durch die Novelle der Straßenverkehrsordnung 2024 sowie die Novelle der Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung 2025.

Der Erlass wurde im Hessischen Staatsanzeiger, Ausgabe 23/2026 (S. 515 ff.), veröffentlicht und bildet künftig eine zentrale Grundlage für die Erarbeitung integrierter Schulmobilitätspläne sowie die Umsetzung entsprechender Maßnahmen.

 

Webinar: Mobilitätsbildung für Schulkinder – Werkzeuge und Hilfsmittel

Im Mittelpunkt stehen die beiden Projekte ERProBT und Deine Schule per Rad, die wissenschaftlich fundierte Werkzeuge und praxisnahe Materialien zur Mobilitätsbildung und Radverkehrsförderung an Schulen entwickelt haben. Die Referierenden zeigen, wie Lehrkräfte und Schulen mithilfe von Analysetools, Leitfäden und bewährten Praxisbeispielen passgenaue Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs und der Verkehrssicherheit umsetzen können.

  • Datum: 10. September 2026, 14:00–15:30 Uhr
  • Ort: Online
  • Teilnahme: Kostenfrei, Anmeldung erforderlich

Projekte

ERProBT unterstützt Lehrkräfte bei der Auswahl und Umsetzung geeigneter Radverkehrsprojekte für 10- bis 14-Jährige. Das Projekt stellt unter anderem einen wissenschaftlich fundierten Kriterienkatalog, eine Datenbank bewerteter Projekte sowie praxisnahe Handlungsempfehlungen für den Unterricht und die Projektplanung bereit. Weitere Informationen 

Deine Schule per Rad hilft Schulen dabei, ihre spezifischen Rahmenbedingungen zu analysieren und gezielte Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs zu entwickeln. Vorgestellt werden ein Leitfaden, Analyseinstrumente und ein Maßnahmenkatalog, die bereits erfolgreich an Schulen eingesetzt werden. Weitere Informationen 

Referierende

Dr. Susann Richter (Technische Universität Dresden, Professur für Verkehrspsychologie) stellt das Projekt ERProBT vor und gibt Einblicke in die wissenschaftlichen Grundlagen sowie die entwickelten Materialien.

Prof. Dr.-Ing. Volker Blees (Hochschule RheinMain, Professur für Verkehrswesen) präsentiert das Projekt Deine Schule per Rad und zeigt anhand von Praxisbeispielen, wie Schulen das entwickelte Instrumentarium erfolgreich einsetzen können.

Das Webinar richtet sich an Lehrkräfte sowie alle Interessierten, die sich mit Mobilitätsbildung, Schulmobilität und Verkehrssicherheit befassen und neue Impulse für die Praxis gewinnen möchten.

Weitere Informationen und den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Highlights EUROBIKE 2026

Business Days

Während der Business Days vom 24. bis 26. Juni stand der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Fachbesucherinnen und Fachbesucher aus Industrie, Handel, Politik, Verwaltung, Stadtentwicklung und Tourismus nutzten die EUROBIKE, um sich über aktuelle Entwicklungen, Produkte und Trends der Fahrrad- und Mobilitätsbranche zu informieren. Konferenzen, Panels und Netzwerkveranstaltungen boten zahlreiche Gelegenheiten, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Partnerschaften aufzubauen und zentrale Zukunftsthemen der Branche zu diskutieren.

Auch am Gemeinschaftsstand des Landes Hessen erwartete die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Programm. Zu den Höhepunkten zählte die Verleihung des active2work Award 2026 am 24. Juni. Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori zeichnete die Baugesellschaft Hanau GmbH sowie die Schlosserei Marlis von Kessler für ihre vorbildliche Integration von Maßnahmen zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs im Unternehmensalltag aus.

Am 25. Juni kamen beim Netzwerktreffen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Landesverwaltung, Planungsbüros und weiteren Institutionen zusammen, um aktuelle Themen und Herausforderungen der Nahmobilität zu diskutieren. Ebenfalls am 25. Juni wurden die Gewinnerkommunen des Wettbewerbs zur Meldeplattform Radverkehr ausgezeichnet. Die Städte Florstadt, Schwalmstadt und Frankfurt am Main wurden geehrt, weil sie Rückmeldungen aus der Bevölkerung über die Meldeplattform Radverkehr in vorbildlicher Weise aufgegriffen und daraus konkrete Verbesserungen für den Radverkehr umgesetzt haben.

Ein weiterer Programmhöhepunkt war der Tag des Mobilitätsmanagements am 25. Juni. Unter dem Motto „Testen. Vernetzen. Umdenken.“ erhielten die Teilnehmenden Einblicke in innovative Mobilitätslösungen und erfolgreiche Praxisbeispiele. Beim anschließenden Mobility Summit standen aktuelle Entwicklungen im kommunalen und betrieblichen Mobilitätsmanagement im Fokus. Mit Beiträgen unter anderem von Christine Breser, Fachbereichsleiterin bei der ivm, flossen dabei auch Erfahrungen aus der Praxis der ivm in die Diskussion ein.

EUROBIKE Festival

Am Samstag, den 27. Juni, öffnete die EUROBIKE ihre Tore für das breite Publikum. Der Publikumstag stand ganz im Zeichen des EUROBIKE Festivals. Die Besuchenden erwartete ein abwechslungsreiches Programm mit vielfältigen Testmöglichkeiten, interaktiven Angeboten und spektakulären Shows, die zum Mitmachen, Ausprobieren und Entdecken einluden. Ein besonderer Höhepunkt war die Preisverleihung des STADTRADELN in Frankfurt. Im Rahmen der Ehrung zeichnete Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm, auch die erfolgreichsten Schulen des Wettbewerbs Schulradeln in Frankfurt aus. Die Ehrung würdigte das besondere Engagement von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Schulgemeinschaften, die durch ihre aktive Teilnahme ein starkes Zeichen für klimafreundliche Mobilität und mehr Radverkehr im Schulalltag gesetzt haben. Zwei Schulen durften sich über eine Auszeichnung in der Kategorie „größtes Schulteam im Verhältnis zur Gesamtschüler“ freuen. Die Freie Schule Frankfurt belegte den ersten Platz, das Stadtgymnasium Frankfurt den zweiten. Mit einer Rekordzahl von 56 teilnehmenden Schulen und beeindruckenden 339.723 erradelten Kilometern wurden beim Schulradeln in Frankfurt in diesem Jahr neue Maßstäbe gesetzt.

Auch die ivm war auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Hessen vertreten und präsentierte ihre Projekte und digitalen Angebote zur Förderung des Radverkehrs in Hessen. Großes Interesse weckten der Radroutenplaner Hessen, die Meldeplattform Radverkehr und der Schulradroutenplaner. In zahlreichen Gesprächen informierten sich Besucherinnen und Besucher über die Möglichkeiten, den Radverkehr im Alltag, auf dem Schulweg und in der Freizeit noch attraktiver zu gestalten.

Wettbewerb „Vorher – Nachher: Die Meldung macht’s“ entschieden

Zahlreiche Kommunen haben eindrucksvolle Beispiele eingereicht, die zeigen, wie aus Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern sichtbare Maßnahmen entstanden sind. Die Beiträge verdeutlichen, wie die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Bevölkerung dazu beiträgt, Mängel zu beseitigen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Qualität der Radverkehrsinfrastruktur kontinuierlich zu verbessern.

Die Meldeplattform Radverkehr ist das zentrale hessische Meldesystem für Hinweise zur Radverkehrsinfrastruktur. Bürgerinnen und Bürger können dort Schäden, Gefahrenstellen oder Verbesserungsvorschläge direkt an die zuständigen Kommunen melden. Die Plattform unterstützt die Kommunen bei der strukturierten Bearbeitung und Dokumentation der eingehenden Hinweise und schafft Transparenz über den Bearbeitungsstand. Mehr als 320 hessische Kommunen sind inzwischen an die Meldeplattform angeschlossen.

Unter allen eingereichten Beiträgen wurden jeweils eine Großstadt, eine mittelgroße Stadt und eine Kleinstadt ausgezeichnet. Die diesjährigen Gewinnerkommunen sind:

• Stadt Florstadt
Mit dem Neubau des Nidda-Stegs in Nieder-Florstadt wurde eine wichtige Verbindung für den Fuß- und Radverkehr wiederhergestellt. Der Steg dient als zentrale Alltagsverbindung, unter anderem für Schülerinnen und Schüler sowie für Wege in den Ortskern. Dank seiner Breite von 3,50 Metern bietet er ausreichend Platz für Begegnungsverkehr und kann komfortabel von Radfahrenden, zu Fuß Gehenden sowie Personen mit Kinderwagen oder Rollatoren genutzt werden.

Die Abbildung zeigt eine Vorher- und Nachher-Foto des Nidda-Stegs in Nieder-Florstadt

• Stadt Schwalmstadt
Ausgangspunkt für die ausgezeichnete Maßnahme waren Hinweise auf starke Pfützenbildung und Ausspülungen auf dem Radfernweg R4 im Stadtteil Ziegenhain. Obwohl die Stadt nicht Eigentümerin der betroffenen Fläche ist, wurde gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer eine Lösung entwickelt. Durch den Bau eines Entwässerungsgrabens mit Verrohrung konnte das Problem dauerhaft behoben werden. Der Radweg ist seitdem deutlich besser nutzbar und bleibt auch bei Niederschlägen weitgehend frei von Wasseransammlungen.

Die Abbildung zeigt ein Vorher- Nachher-Bild des Radfernwegs R4 im Stadtteil Ziegenhain.

• Stadt Frankfurt am Main
Frankfurt überzeugte die Jury mit einem ganzen Bündel erfolgreich umgesetzter Maßnahmen. Dazu zählen unter anderem eine sichere Radverkehrsführung im Bereich Dachsberg und Homburger Landstraße in Preungesheim, die Beseitigung von Behinderungen durch Falschparker in Unterliederbach und Sindlingen sowie die Verbesserung von Querungsstellen und Sichtbeziehungen im Ostend.

Die Abbildung zeigt ein Vorher- Nachher-Bild einer sicheren Radverkehrsführung.

Auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger wird gewürdigt. Im Rahmen einer begleitenden Mitmach-Aktion wurden unter allen Personen, die über die Meldeplattform Radverkehr Hinweise eingereicht haben, attraktive Sachpreise verlost. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden am Samstag, 27. Juni 2026, ebenfalls im Rahmen der EUROBIKE ausgezeichnet. Mit der Aktion bedankt sich die ivm bei allen Teilnehmenden, die mit ihren Meldungen dazu beitragen, den Radverkehr in Hessen sicherer und attraktiver zu machen.

Weitere Informationen zur Meldeplattform Radverkehr unter: www.meldeplattform-radverkehr.de

Copyright Fotos: Florstadt, Schwalmstadt, Frankfurt am Main

Regionaler Handwerkerparkausweis Frankfurt RheinMain im Finale des „Preises der Metropolregion 2026“

Seit 20 Jahren erleichtert der Regionale Handwerkerparkausweis Frankfurt RheinMain den Arbeitsalltag von Handwerksbetrieben in der Region. Als Ausnahmegenehmigung ermöglicht er es ihnen, während ihrer Einsätze beispielsweise in bewirtschafteten Parkzonen oder in Bereichen mit eingeschränkter Haltedauer zu parken. Was heute als etabliertes Instrument gilt, ist zugleich ein gelungenes Beispiel für funktionierende interkommunale Zusammenarbeit und praxisnahe Lösungen im urbanen Raum. Heute verbindet der Ausweis 357 Städte und Gemeinden in drei Bundesländern durch einheitliche Regelungen und trägt spürbar zum Abbau bürokratischer Hürden bei. Koordiniert von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) hat sich das Projekt zu einem festen Bestandteil des regionalen Parkraummanagements entwickelt. Ziel ist es, Handwerksbetrieben den Arbeitsalltag zu erleichtern, Bürokratie abzubauen und gleichzeitig die Verkehrsorganisation in der Metropolregion Frankfurt RheinMain zu verbessern. Für dieses erfolgreiche Modell regionaler Zusammenarbeit wurde der Handwerkerparkausweis im Jubiläumsjahr seines 20-jährigen Bestehens als eines von fünf Projekten für das Finale des „Preises der Metropolregion 2026“ nominiert.

„Der Regionale Handwerkerparkausweis zeigt, was möglich ist, wenn Kommunen nicht in Zuständigkeiten, sondern in gemeinsamen Lösungen denken“, sagt Wolfgang Siefert, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt am Main und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der ivm. „Seit 20 Jahren arbeiten Städte und Gemeinden erfolgreich zusammen, um den Alltag von Handwerksbetrieben zu erleichtern. Denn eine funktionierende Mobilitätsplanung, die das Handwerk in der Region unterstützt, ist wesentlich für eine funktionierende Wirtschaft.“

Die Einführung des Ausweises im Jahr 2006 war eine direkte Antwort auf den steigenden Parkdruck, insbesondere in den Innenstädten. Zuvor waren Parkgenehmigungen ausschließlich lokal gültig. Für Handwerksbetriebe mit häufig wechselnden Einsatzorten bedeutete das erheblichen Mehraufwand und Zeitverlust. Der regionale Ansatz schuf erstmals eine einheitliche Lösung über kommunale Grenzen hinweg und traf damit genau die Bedürfnisse der Praxis. Der Regionale Handwerkerparkausweis ist dabei eine Ausnahmegenehmigung, die Handwerksbetrieben das Parken während eines Arbeitseinsatzes in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort ermöglicht. Ausgestellt wird er von der jeweils zuständigen Straßenverkehrsbehörde am Unternehmenssitz und anschließend in allen teilnehmenden Kommunen anerkannt. Damit können Betriebe ihre Einsätze flexibel und effizient organisieren, ohne für verschiedene Einsatzorte mehrere Genehmigungen beantragen zu müssen. Wie intensiv der Handwerkerparkausweis im Alltag genutzt wird, belegen aktuelle Zahlen. Im Jahr 2025 wurden knapp 7.000 Ausnahmegenehmigungen für mehr als 10.000 Fahrzeuge ausgestellt. Grundlage sind die Rückmeldungen von 214 der 357 teilnehmenden Kommunen. Die anhaltend hohe Nachfrage verdeutlicht die große praktische Bedeutung des Ausweises für das regionale Handwerk.

„20 Jahre Regionaler Handwerkerparkausweis stehen für 20 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit und konkrete Verbesserungen im Alltag vieler Betriebe. Dass dieses Erfolgsmodell nun auch im Finale des Preises der Metropolregion gewürdigt wurde, ist für uns eine besondere Anerkennung“, erklärt Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm. „Der Handwerkerparkausweis zeigt, wie aus einer gemeinsamen Idee ein Angebot mit echtem Nutzen für die Region entstehen kann. Jetzt richten wir den Blick nach vorn: Mit der Digitalisierung und der möglichen Ausweitung auf soziale Dienste wollen wir das Modell weiterentwickeln und seinen Mehrwert für die Menschen in der Metropolregion noch vergrößern.“

Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Geltungsbereich und Antragstellung sind auf der Website der ivm verfügbar: www.ivm-rheinmain.de/handwerkerparkausweis

Hier geht es zur offiziellen Pressemitteilung.

Im Schwalm-Eder-Kreis wird ein neues Schulradroutennetz erarbeitet

Welche Wege eignen sich besonders für den Schulweg mit dem Fahrrad? Dieser Frage gehen der Schwalm-Eder-Kreis und die Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) derzeit gemeinsam mit Kommunen, Schulen, Polizei und weiteren Partnern nach. In den vergangenen Monaten wurden dafür mögliche Strecken untersucht und erste Grundlagen für das zukünftige Schulradroutennetz erarbeitet.

Ein Schulradroutennetz ist dabei speziell auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zugeschnitten. Es weist geeignete Verbindungen zwischen Wohnorten und weiterführenden Schulen aus und macht auf Stellen aufmerksam, die auf dem Schulweg besondere Aufmerksamkeit erfordern. Nach seiner Fertigstellung werden die Routen über den hessischen Schulradroutenplaner digital abrufbar sein und können von Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrkräften genutzt werden, um geeignete Wege zur Schule zu planen und gemeinsam einzuüben.

Damit das Netz den tatsächlichen Anforderungen im Alltag gerecht wird, werden die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler gezielt in die Planung einbezogen. Bei Projekttagen am Schwalmgymnasium in Schwalmstadt und an der Ohetalschule in Frielendorf hatten sie die Möglichkeit, ihre täglichen Schulwege aus ihrer Perspektive zu betrachten. Gemeinsam mit Fachleuten identifizierten sie Gefahrenstellen, bewerteten bestehende Verbindungen und brachten wertvolle Hinweise für die weitere Planung ein.

Ende August wird der Entwurf des Schulradroutennetzes in insgesamt drei Schulradroutenbeiräten diskutiert und weiterentwickelt. Dort bringen Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Kommunen, Verwaltung, Polizei und weitere Akteure ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen ein. Gleichzeitig sollen nach den Sommerferien weitere Schulen im Rahmen von Schulprojekttagen beteiligt werden. Auf diese Weise fließen möglichst viele Perspektiven in die Erarbeitung des Netzes ein. Ziel ist es, die geeignetsten und vor allem sichersten Verbindungen für den Radverkehr zu den weiterführenden Schulen im Schwalm-Eder-Kreis herauszuarbeiten.

Weitere Informationen zum Schulradroutenplaner unter: www.schulradrouten.de

Bild: © Sweco GmbH

Handwerker parken näher am Kunden: Webinar der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main für Handwerksbetriebe

Viele Betriebe kennen das Problem: Ihre Monteure kommen pünktlich beim Kunden an, doch ein geeigneter Parkplatz ist weit und breit nicht zu finden. Gerade in Innenstädten kostet das täglich Zeit, Nerven und Produktivität. Im Webinar werden zwei konkrete Lösungen gezeigt, die Ihren Betrieb spürbar entlasten: der Regionale Handwerkerparkausweis, vorgestellt von Lukas Hlawa (ivm), sowie die Parkplatz-App hekoro, präsentiert von Henrik Balser (hekoro GmbH). Beide Ansätze erleichtern das Parken nahe am Einsatzort und helfen Ihnen, Ihre Abläufe effizienter zu organisieren.

Das Webinar richtet sich an die Handwerksbetriebe in der Region.

Die Anmeldung für das Webinar erfolgt über die Webseite der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main.