Skip to main content

Schülerinnen und Schüler im Hochtaunuskreis kommen ab jetzt „Besser zur Schule“

Schulmobilitätspläne für sechs Schulen und ein Kreisweites Schulmobilitätskonzept liegen vor

Am 10. Juni übergaben Landrat Ulrich Krebs, Stefan Burger von der AGNH und Heike Mühlhans von der ivm gemeinsam die offiziellen Schulmobilitätspläne für sechs Schulen sowie ein kreisweites Schulmobilitätskonzept für den Hochtaunuskreis. Damit machen die Grundschule Köppern und die Hardtwaldschule in Friedrichsdorf, die Grundschule Dornholzhausen, die Maria-Ward-Schule und die Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg sowie das Gymnasium Oberursel einen wichtigen Schritt in Richtung sichere und selbstständige Mobilität ihrer Schülerinnen und Schüler.

Viele Kinder und Jugendliche werden täglich mit dem Auto zur Schule gebracht, obwohl sie laufen, mit dem Fahrrad oder mit dem Bus fahren könnten. Dies führt nicht nur zu einem Mangel an Selbstständigkeit, sondern bringt auch problematische Verkehrssituationen im Schulumfeld mit sich. Jeder Weg, der dabei nicht mit dem Auto zurückgelegt wird, leistet einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz.

Es sei wichtig, dass Kinder und Jugendliche sicher und eigenständig unterwegs sein können. Hierfür brauche es eine adäquate Verkehrsinfrastruktur, aber auch ein gutes schulisches Angebot zur Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung, so Krebs. Dabei seien auch die die Eltern gefordert, ihre Kinder selbstständig gehen oder fahren zu lassen. „Mit dem Kreisweiten Schulmobilitätskonzept schaffen wir nun einen einheitlichen Rahmen, um unsere Aktivitäten zur Förderung einer sicheren und eigenständigen Mobilität von Kindern und Jugendlichen weiter systematisch auszubauen und langfristig zu verstetigen“.

Gemeinsam mit den Schulleitungen, den Lehrer- und Schülerschaften, Elternvertretungen, den Städten und Gemeinden sowie dem Schulträger wurden die Schulmobilitätskonzepte für die sechs Teilnehmer-Schulen erarbeitet. Bereits in den Jahren 2019/2020 hatten neun Schulen an der ersten Programmrunde im Hochtaunuskreis teilgenommen. Damit liegen insgesamt 14 Schulmobilitätskonzepte im Hochtaunuskreis vor. Zudem ist der Hochtaunuskreis der erste hessische Landkreis, der eine übergreifende Mobilitätsstrategie für Schülerinnen und Schüler entwickelt hat.

Die Ausgangssituation an den teilnehmenden Schulen ist sehr unterschiedlich, ebenso die Bedarfe für zukünftige Verbesserungen. „Die Schulmobilitätspläne umfassen rund 20 bis 30 ineinandergreifende Sets an Maßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur und Verkehrsregelung, Mobilitätsbildung und Verkehrserziehung sowie Organisation und Information. Sie sind passgenau auf die jeweilige Schule und das Schulumfeld zugeschnitten“, fasst Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm, die Ergebnisse der Schulmobilitätspläne zusammen. „Die Maßnahmen basieren auf den Erkenntnissen von fachlich begleiteten Workshops, Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen an den Schulen. Vor allem stand aber die Sichtweise der Schülerinnen und Schüler Stand im Mittelpunkt – schließlich geht es um ihren (Schul-)Weg“.

Zur Besser zur Schule

Hessische Schulen, Schulträger und Kommunen können kostenfrei an dem Beratungsprogramm teilnehmen, um den Verkehr von und zu Schulen nachhaltiger, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten.

Das Land Hessen hat im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) das Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement“ bei der ivm eingerichtet. Das Fachzentrum bietet Bausteine zur Beratung, Qualifizierung und Umsetzung im Bereich Schulisches Mobilitätsmanagement an. Alle Angebote des Fachzentrums können unter www.besserzurschule.de abgerufen werden. Die Projektlaufzeit des Beratungs- und Qualifizierungsprogramms beträgt maximal ein Jahr.