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Regionaler Handwerkerparkausweis Frankfurt RheinMain im Finale des „Preises der Metropolregion 2026“

20 Jahre Erfolgsmodell der interkommunalen Zusammenarbeit

Der Regionale Handwerkerparkausweis Frankfurt RheinMain hat das Finale des „Preises der Metropolregion 2026“ erreicht. Die Auszeichnung wurde am 23. Juni im Rahmen des Tags der Metropolregion in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main verliehen und würdigt Projekte, die die Zusammenarbeit in der Region stärken und konkrete Verbesserungen für Wirtschaft und Gesellschaft schaffen.

Heike, Geschäftsführerin der ivm, und Wolfgang, Dezernent für Mobilität der Stadt Frankfurt, stehen gemeinsam auf einer Bühne vor einem interessierten Publikum. In ihrer Präsentation stellen sie den neuen Handwerkerparkausweis vor und erläutern dessen Vorteile

Seit 20 Jahren erleichtert der Regionale Handwerkerparkausweis Frankfurt RheinMain den Arbeitsalltag von Handwerksbetrieben in der Region. Als Ausnahmegenehmigung ermöglicht er es ihnen, während ihrer Einsätze beispielsweise in bewirtschafteten Parkzonen oder in Bereichen mit eingeschränkter Haltedauer zu parken. Was heute als etabliertes Instrument gilt, ist zugleich ein gelungenes Beispiel für funktionierende interkommunale Zusammenarbeit und praxisnahe Lösungen im urbanen Raum. Heute verbindet der Ausweis 357 Städte und Gemeinden in drei Bundesländern durch einheitliche Regelungen und trägt spürbar zum Abbau bürokratischer Hürden bei. Koordiniert von der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) hat sich das Projekt zu einem festen Bestandteil des regionalen Parkraummanagements entwickelt. Ziel ist es, Handwerksbetrieben den Arbeitsalltag zu erleichtern, Bürokratie abzubauen und gleichzeitig die Verkehrsorganisation in der Metropolregion Frankfurt RheinMain zu verbessern. Für dieses erfolgreiche Modell regionaler Zusammenarbeit wurde der Handwerkerparkausweis im Jubiläumsjahr seines 20-jährigen Bestehens als eines von fünf Projekten für das Finale des „Preises der Metropolregion 2026“ nominiert.

„Der Regionale Handwerkerparkausweis zeigt, was möglich ist, wenn Kommunen nicht in Zuständigkeiten, sondern in gemeinsamen Lösungen denken“, sagt Wolfgang Siefert, Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt am Main und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der ivm. „Seit 20 Jahren arbeiten Städte und Gemeinden erfolgreich zusammen, um den Alltag von Handwerksbetrieben zu erleichtern. Denn eine funktionierende Mobilitätsplanung, die das Handwerk in der Region unterstützt, ist wesentlich für eine funktionierende Wirtschaft.“

Die Einführung des Ausweises im Jahr 2006 war eine direkte Antwort auf den steigenden Parkdruck, insbesondere in den Innenstädten. Zuvor waren Parkgenehmigungen ausschließlich lokal gültig. Für Handwerksbetriebe mit häufig wechselnden Einsatzorten bedeutete das erheblichen Mehraufwand und Zeitverlust. Der regionale Ansatz schuf erstmals eine einheitliche Lösung über kommunale Grenzen hinweg und traf damit genau die Bedürfnisse der Praxis. Der Regionale Handwerkerparkausweis ist dabei eine Ausnahmegenehmigung, die Handwerksbetrieben das Parken während eines Arbeitseinsatzes in unmittelbarer Nähe zum Einsatzort ermöglicht. Ausgestellt wird er von der jeweils zuständigen Straßenverkehrsbehörde am Unternehmenssitz und anschließend in allen teilnehmenden Kommunen anerkannt. Damit können Betriebe ihre Einsätze flexibel und effizient organisieren, ohne für verschiedene Einsatzorte mehrere Genehmigungen beantragen zu müssen. Wie intensiv der Handwerkerparkausweis im Alltag genutzt wird, belegen aktuelle Zahlen. Im Jahr 2025 wurden knapp 7.000 Ausnahmegenehmigungen für mehr als 10.000 Fahrzeuge ausgestellt. Grundlage sind die Rückmeldungen von 214 der 357 teilnehmenden Kommunen. Die anhaltend hohe Nachfrage verdeutlicht die große praktische Bedeutung des Ausweises für das regionale Handwerk.

„20 Jahre Regionaler Handwerkerparkausweis stehen für 20 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit und konkrete Verbesserungen im Alltag vieler Betriebe. Dass dieses Erfolgsmodell nun auch im Finale des Preises der Metropolregion gewürdigt wurde, ist für uns eine besondere Anerkennung“, erklärt Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm. „Der Handwerkerparkausweis zeigt, wie aus einer gemeinsamen Idee ein Angebot mit echtem Nutzen für die Region entstehen kann. Jetzt richten wir den Blick nach vorn: Mit der Digitalisierung und der möglichen Ausweitung auf soziale Dienste wollen wir das Modell weiterentwickeln und seinen Mehrwert für die Menschen in der Metropolregion noch vergrößern.“

Weitere Informationen zu Voraussetzungen, Geltungsbereich und Antragstellung sind auf der Website der ivm verfügbar: www.ivm-rheinmain.de/handwerkerparkausweis

Hier geht es zur offiziellen Pressemitteilung.